Nach Lebensmitteln – was steht als Nächstes auf der Liste der Notfallausrüstung? Eine Möglichkeit, Trinkwasser zu sichern und zu reinigen, ist wahrscheinlich ebenso wichtig, sei es durch moderne Filter, Wasseraufbereitungstabletten oder durch Erhitzen des Wassers zum Sieden mit einem Kocher. Möglichkeiten zur Stromerzeugung sind der nächste logische Punkt – Solarpanels, Kurbelradios oder Batterien oder eine Gasreserve zum Kochen und Heizen. Beleuchtung ist ebenfalls eine essenzielle Überlegung – besonders im Falle eines Stromausfalls. Sie könnten auch Campingausrüstung und Navigationswerkzeuge wie Kompasse oder Papierkarten aufnehmen.
Der Rest hängt von Ihrer Kreativität und logischem Denken zum Thema ab. Denken Sie an Produkte, die sehr nützlich sind und mehrere Funktionen erfüllen – von einfachen Gegenständen wie Klebeband, Multiwerkzeugen und Feuerstahl bis hin zu komplexeren Artikeln wie Walkie-Talkies oder Starthilfekabeln für Autos. Scheuen Sie sich nicht, dieses Thema offen mit Ihren Kunden zu besprechen – vielleicht entdecken Sie dabei eine profitable neue Produktlinie.
Eine Markenidentität im Bereich Survival Gear aufbauen
Die Produkte ins Sortiment aufzunehmen ist nur ein Teil der Aufgabe – Ihrem Geschäft einen starken Ruf im Bereich Survival-Ausrüstung zu geben, ist ein ganz anderer. Wie in jeder Kategorie müssen Sie dafür Kompetenz, Innovation und eine offene Kommunikation mit Ihren Kunden demonstrieren.
Tobias Schleder von Zweibrüder sagt: „Um sich als Anlaufstelle für Survival Gear zu positionieren, sollten Händler gut sichtbare, kuratierte Sortimente mit vorkonfigurierten Sets (zum Beispiel ‚Blackout Kits‘ mit Stirnlampe, Taschenlampe, Batterien und Powerbank) schaffen und sowohl im Laden als auch online Beratung und Schulungsinhalte anbieten.
„Shops mit einer bestehenden Zielgruppe im Bereich Jagd oder Schießsport können die Brücke zu Survival schlagen, indem sie sich auf überlappende Anwendungsfälle konzentrieren, wie Nachtjagd, Kontrolle des Geländes im Dunkeln oder Pannenhilfe, und dann Beleuchtung als essenzielle Grundausstattung positionieren.“
Vladislav Denkov von ANTARTA stimmt zu: „Bildung ist der Schlüssel. Händler, die in dieser Kategorie erfolgreich sind, verkaufen nicht nur Produkte – sie helfen ihren Kunden zu verstehen, warum sie diese brauchen und wie sie sie verwenden.
„Für Geschäfte, die bereits Jäger, Camper oder Outdoor-Enthusiasten bedienen, ist der Übergang sehr natürlich. Diese Kunden schätzen bereits Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit und Planung. Survival Ausrüstung – insbesondere Nahrung – als logische Erweiterung der Outdoor-Bereitschaft zu positionieren, funktioniert äußerst gut. Klare In-Store-Kommunikation, gebündelte Sets und Mitarbeiterschulungen können schnell Glaubwürdigkeit und Vertrauen in diesem Bereich schaffen.“
Lassen Sie sich von der IWA OutdoorClassics leiten
Die diesjährige IWA OutdoorClassics in Nürnberg vom 26. Februar bis 1. März ist der ideale Ort, um Fortschritte auf Ihrem Weg zum Aufbau eines Survival-Gear-Geschäfts zu machen. Ob Sie komplett bei null anfangen, bereits einige Ideen haben und diese weiterentwickeln möchten oder bereits in diesem Bereich aktiv sind und die neuesten Trends sehen möchten – ein oder zwei Tage in den Hallen der NürnbergMesse werden sich lohnen.
In ihrem kontinuierlichen Bestreben, Händlern und Marken neue Einnahmequellen und Möglichkeiten zur Geschäftsentwicklung zu eröffnen, hat die IWA den Survival-Trend als ein zentrales Zukunftsthema identifiziert. Survival und Krisenvorsorge werden das Hauptthema im IWA VISION Hub sein, der Vorträge von erfahrenen und inspirierenden Rednern, Erstaussteller im Newcomer-Bereich und ein Job-Center umfasst. Kurz: IWA VISION zeigt auf, wie sich Händler der Jagd- und Schießsportindustrie strategisch positionieren und diesen aufkommenden Trend erfolgreich erschließen können.
Und das, bevor man die auf der Messe vertretenen Marken berücksichtigt, die in diesem Artikel erwähnt wurden – sie alle bieten Produkte, die das Fundament für ein erfolgreiches Survival-Gear-Sortiment in Ihrem Geschäft bilden können. Wenn Sie sich vorher etwas Zeit nehmen, um die Online-Ausstellerliste zu studieren, stellen Sie sicher, dass Sie eine produktive Zeit in Nürnberg verbringen und das Beste aus diesem aufstrebenden Trend herausholen.
„In der Vergangenheit hat der Markt eine Nischenposition eingenommen, aber er zeigt klare Trends (circa 6 Prozent Wachstum p. a.) hin zu breiterer gesellschaftlicher Akzeptanz“, fasst Ballistols Leif Jacobsen zusammen. „Unsere Einschätzung: Der Markt wird weiter wachsen, insbesondere weil das Thema zunehmend sachlich und lösungsorientiert kommuniziert wird, statt angstgetrieben. Die Entwicklung bewegt sich von einer Nische hin zu pragmatischer Vorsorge, die auch von der breiten Öffentlichkeit als vernünftiger Ansatz verstanden wird.“
Lernen Sie das Angebot der IWA kennen und sichern Sie sich Ihr Ticket als Händler oder Distributor der Outdoor‑ oder Survival‑Industrie!