Du gehst spät in der Nacht durch deine Stadt nach Hause. Es ist unheimlich still; alles, was du hörst, sind deine eigenen Schritte und das entfernte Summen des Verkehrs – die letzten paar Seelen, die sich am Ende eines langen Tages auf den Heimweg machen. Plötzlich verdoppeln sich die Schritte – jemand geht hinter dir. Natürlich beschleunigst du deinen Schritt, wagst nicht, dich umzusehen, und verfluchst dich selbst, weil du paranoid bist. Bevor du darüber nachdenken kannst, was du als Nächstes tun sollst, liegt eine Hand auf deiner Schulter und versucht, dir die Tasche zu entreißen. In diesem Moment setzt der Kampf-oder-Flucht-Instinkt ein – gibst du deine Sachen kampflos her oder versuchst du, dich zu verteidigen? Womit kannst du dich verteidigen?
Dieses Albtraumszenario ist glücklicherweise immer noch relativ selten; dennoch sind sich immer mehr Menschen solcher Situationen bewusst. Es gibt einen Trend, sich auf den schlimmsten Fall vorzubereiten und sich selbst sowie seine Liebsten schützen zu wollen. In Europa gibt es viele unterschiedliche Einschränkungen, was man zur Selbstverteidigung bei sich tragen darf – es ist nicht so einfach wie in manchen anderen Ländern, etwa den USA (obwohl dort die Gesetze zu Pfefferspray je nach Bundesstaat variieren). Dennoch gibt es Optionen. Produkte wie Pfefferspray erfreuen sich wachsender Beliebtheit – ein insgesamt besorgniserregender Trend, der jedoch zusätzliche Verkaufschancen für den Fachhandel eröffnet. Lizenzierte Waffenhändler gelten als vertrauenswürdige Anlaufstellen, um sich über Selbstverteidigungsprodukte zu informieren und diese zu erwerben. In der Herausforderung liegt die Chance…
Warum wollen Menschen Pfefferspray mitführen?
Das oben beschriebene Szenario ist ein guter Grund, Pfefferspray bei sich zu tragen, aber der Trend zu Selbstverteidigungsprodukten ist komplexer. Die moderne Welt fühlt sich unsicherer an als früher – globale Konflikte, politische und ideologische Spaltungen sowie gesellschaftliche Spannungen prägen das Bild. Die Waffenbranche hat aus erster Hand erlebt, wie das Interesse der Endverbraucher an Produkten wächst, die ihnen ein Gefühl von Sicherheit geben. Ob es sich um Produkte handelt, die in einer Notsituation das Überleben sichern, oder um etwas, das dich und deine Familie bei einem Überfall, Raub oder Einbruch schützt – Pfefferspray und andere Selbstverteidigungsprodukte stehen hoch im Kurs.
Das wachsende Interesse an Pfefferspray ist nicht nur anekdotisch – mehrere große Studien, darunter eine aktuelle von Cognitive Market Research (Link nur in englischer Sprache verfügbar), zeigen, dass der Markt groß und wachsend ist. Demnach macht der europäische Pfefferspray-Markt etwa 30 Prozent des weltweiten Umsatzes aus und ist rund 9,78 Milliarden US-Dollar wert. Außerdem wird prognostiziert, dass der europäische Markt bis 2033 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von etwa 12,7 Prozent wächst.
Ist Pfefferspray in meinem Land legal?
Das ist wohl die entscheidende Frage zu diesem Thema. Dürfen Menschen in deinem Land überhaupt legal Pfefferspray mitführen? Die Antworten sind vielfältig, wie zu erwarten.
Im Vereinigten Königreich sind die Gesetze zu Pfefferspray sehr streng – es wird gemäß Abschnitt 5 des Firearms Act von 1968 als verbotene Waffe eingestuft. Andere europäische Länder, in denen der Kauf oder das Mitführen von Pfefferspray für Zivilisten illegal ist, sind Belgien, Griechenland, Irland, die Niederlande und Norwegen.
In Deutschland besagen die Gesetze, dass man Pfefferspray zum Zweck der Tierabwehr mitführen darf, sofern es entsprechend gekennzeichnet ist. Es muss das Prüfzeichen des Materialprüfungsinstituts tragen und darf nicht bei Demonstrationen oder Protesten mitgeführt werden. Zur Selbstverteidigung darf es eingesetzt werden, sofern dies als gerechtfertigt gilt.
In Frankreich ist der Kauf von Pfefferspray für Personen über 18 Jahren legal, jedoch wird das Produkt als Waffe der Kategorie D eingestuft. Das bedeutet, dass man es besitzen und zu Hause aufbewahren darf, aber das Mitführen in der Öffentlichkeit ist nicht erlaubt, es sei denn, man kann einen triftigen Grund vorweisen. Ob ein Grund als legitim gilt, wird von den französischen Behörden meist im Einzelfall entschieden.
Andere Länder, in denen Pfefferspray legal ist, sind Österreich, Kroatien, Italien, Portugal, die Slowakei und Spanien; jedoch ist es in den meisten dieser Länder nur unter bestimmten Auflagen oder mit einer speziellen Genehmigung erlaubt. Häufig müssen die Käufer bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie etwa einen sauberen Strafregisterauszug vorlegen, und es kann vorgeschrieben sein, dass die Konzentration bestimmter chemischer Substanzen niedriger ist als bei Produkten für Polizei oder andere Sicherheitsbehörden.
Im Zweifel solltest du die Gesetze zu Pfefferspray und chemischen oder organischen Substanzen in deinem Land bei der zuständigen Behörde prüfen.
Erschließe einen neuen Markt auf der IWA
Wenn du ein lizenzierter Waffenhändler oder ein Fachhändler im Outdoor-Bereich bist, könnte es für dein Geschäft sinnvoll sein, Pfefferspray ins Sortiment aufzunehmen. Selbst ohne eine detaillierte Analyse der Daten ist klar, dass Menschen heute eher bereit sind, Verteidigungssprays zu kaufen als noch vor zehn Jahren – einfach aufgrund der aktuellen globalen Stimmung.
Wo fängst du an, wenn du Pfefferspray und andere Produkte zur persönlichen Sicherheit verkaufen möchtest? Die IWA OutdoorClassics ist ein hervorragender Ausgangspunkt. Die Messe ist nicht nur der zentrale Treffpunkt für Fachleute aus der Jagd- und Schießsportbranche, sondern bietet auch einen florierenden Bereich für Selbstverteidigung. Viele Aussteller der Ausgabe 2026 präsentieren Produkte, die sich perfekt für den persönlichen Schutz eignen, darunter Pfeffersprays. Da die Messe stark auf Jagd und Schießsport ausgerichtet ist, sind die Unternehmen darauf spezialisiert, Händlern den Einstieg in diesen Bereich zu erleichtern und alle Fragen zur Legalität oder zum richtigen Umgang mit solchen Produkten zu beantworten.
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